Soziale Medien und das Marketing von Kliniken zeigen meist die eindrucksvollsten Fälle. Wenn Sie vor der Buchung wissen, was eine Haartransplantation leisten kann und was nicht, können Sie Kliniken die richtigen Fragen stellen.


Ergebnisse brauchen viele Monate

Ergebnisse entwickeln sich langsam; Kliniken beschreiben das endgültige Ergebnis in der Regel erst nach vielen Monaten als sichtbar – oft nach etwa einem Jahr oder länger. In den ersten Wochen fallen bei vielen Patientinnen und Patienten die transplantierten Haare aus (Shedding); Kliniken beschreiben dies als normal. Fragen Sie Ihre Klinik, ab wann sie ein Ergebnis als endgültig betrachtet und wann Nachkontrollen stattfinden.


Was eine Haartransplantation kann und was nicht

Bei einer Haartransplantation wird Haar aus dem Spenderbereich in Bereiche mit Haarausfall verlagert – es entsteht kein neues Haar. Die Gesamtmenge an Haar bleibt gleich; sie wird nur neu verteilt.

Bei ausgedehntem Haarausfall reicht ein Eingriff möglicherweise nicht für die ganze Fläche, und Ihr Spendervorrat begrenzt, was möglich ist. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt direkt, was in Ihrem Fall zu erwarten ist und was nicht versprochen werden kann.


So prüfen Sie Vorher-nachher-Fotos

  • Achten Sie darauf, dass Licht und Blickwinkel auf beiden Fotos gleich sind
  • Fragen Sie, wie lange nach dem Eingriff das Nachher-Foto entstanden ist
  • Suchen Sie Fälle mit ähnlichem Haarausfall wie Ihrem
  • Bitten Sie um typische Fälle, nicht nur um die eindrucksvollsten

Haarausfall nach der Transplantation

Kliniken beschreiben transplantiertes Haar als unempfindlich gegenüber dem Hormon, das erblich bedingten Haarausfall verursacht. Ihr übriges, nicht transplantiertes Haar kann jedoch weiter ausdünnen, sodass der transplantierte Bereich mit der Zeit isoliert wirken kann. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie sinnvoll ist und welche Nebenwirkungen sie hat.